Brot und Spiele 1


Im Schatten der Weltmeisterschaft in Brasilien, trauen sich die Politiker so viel, wie zu keinen anderen Zeitpunkt. Wen kümmerts, ob Ex-politiker zu Lobbyisten mutieren oder ob Argentinien die Staatspleite droht, sie spielen doch guten Fussball! Es will mir nicht in den Kopf gehen, wie sich die Welt von so einem Turnier derart blenden lässt, dass alles andere so sehr in den Hintergrund gedrängt wird, egal wie wichtig es ist.
Unwirklich, wie in der vorgestrigen Tagesschau zuerst die berauschende 5:0 Führung von Deutschland gefeiert wurde und dann doch noch etwas anderes zu hören war, außer Fussball. Nicht lange, aber dennoch berichtete man über einen Luftangriff am Gazastreifen, es kam mir so unwichtig vor. Unwichtig, dass dabei 29 Menschen getötet wurden, unwichtig das die Lage am Gazastreifen womöglich bald völlig eskalieren wird.

Diese Gleichgültigkeit des Volkes haben schon die Römer zu ihrem Vorteil genutzt: Brot und Spiele. Somit ist das Volk still und schert sich nicht über innen- und/ oder aussenpolitische Turbulenzen. Nicht das du mich jetzt falsch verstehst, Fussball und ein Turnier wie dieses hat durchaus positive Seiten, doch so finde ich, sollte man relativieren und die anderen Dinge nicht vergessen die um uns herum geschehen.

Alles in allem hat die Weltmeisterschaft in Brasilien keinen stetigen Wirtschaftswachtum geschweige denn soziale Verbesserungen im Land gebracht. Wie so oft verdienen nur Regierung und Konzerne, die die sündhaft teuren Stadien gebaut haben. Wenn es darum geht, etwas im Umweltschutz oder an den sozialen Disparitäten zu bewegen, scheitern Politiker kläglich. Doch Umweltschutz ist kein regionales Thema, sondern ein globales. Deswegen sollten sich die westlichen Staaten nicht so ignorant und unbekümmert verhalten, wenn es darum geht, etwas an der Nachhaltigkeitspolitik voran zu bringen.


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