Außerhalb der Grenzen


Bis zu 400 Bundeswehrsoldaten, die mit zwei Patriot- Raketenabwehrstaffeln unterwegs sind, sollen bis Anfang 2013 in die Türkei verlegt werden. Innerhalb von wenigen Tagen ist dies beschlossene Sache. Im Gegensatz dazu bekommen es die Teilnehmer der Klimakonferenz in fast 2 Wochen nicht auf die Reihe, wichtige Entscheidungen und Gesetze für die Umwelt zu verabschieden.

Wäre es nicht einfacher, das Militär eines jeden Staates aufzulösen und ein Teil des meist gewaltigen Budgets des Militärs in den Naturschutz zu stecken? Damit wären gleich zwei Probleme gelöst: Erstens, es gäbe keinen Krieg mehr, denn ohne Militär kann kein Krieg geführt werden und es würde zweitens der Natur um ein vielfaches besser gehen, wenn sich die Regierung um das Problem kümmern würde. Deutschlands Militärbudget ist mit 46.241.000.000 US$ gewaltig. Auch Griechenland muss sich nicht verstecken mit 9.989.000.000 US$ ist es auch vorne dabei. Griechenland könnte sich zwar mit dieser Summe nicht aus den Schulden befreien, es wäre aber dennoch gut für den Naturschutz und die Erhaltung von Naturschutzparks. Auch eine ganz simple Idee wäre, dass die Industrieländer, die die größten Umweltverschmutzer sind, Fonds zur Erhaltung der Natur für Entwicklungsländer zur Verfügung stellen.

Umsetzungsschwierigkeiten

So gut diese Ideen auch sein mögen, Probleme gibt es immer. Wenn das Militär aufgelöst wird, wie sollen dann die 194.418 Soldaten die bei der Bundeswehr tätig sind beschäftigt werden? Die Arbeitslosenzahl würde ansteigen. Deutschland ist einer der größten Waffenhersteller der Welt. Hunderte von Firmen, tausende von Arbeitsplätzen, die im Waffengeschäft tätig sind, würden wegfallen. Die Arbeitslosenzahl würde ansteigen. Vorausgesetzt nur Deutschland würde diesem Konzept folgen, würde es von der NATO isoliert werden. Deutschland wäre ein leichtes Ziel für Terroristen? Deutschland würde völlig schutzlos im Falle eines Überfalles sein. Die Opferzahlen würden steigen. Worin würde das ausarten? In einen Bürgerkrieg? Könnten die 264.000 Polizisten das in den Griff bekommen? Vorausgesetzt, alle Staaten der Welt würden sich diesem Konzept beugen: Wer würde die Übernahme von Afghanistan an die Taliban verhindern? Die Opfer wären hilflose Zivilisten.

Vorbild Costa Rica

Die extremen Folgen des globalen Hungers auf Fleisch hat auch Costa Rica zu spüren bekommen. Wie überall auf der Welt wurden die Wälder Costa Ricas stark abgeholzt um stattdessen Rinder zu züchten. 1950 waren noch 72 Prozent des Landes mit Wäldern bedeckt, so waren es 1987 nur noch 21 Prozent. Oscar Arias, der Präsident von Costa Rica, hat die Wende eingeleitet. Er hat es geschafft, dass heute mehr als die Hälfte Costa Ricas wieder bewaldet sind. Sogar ein Viertel des Waldes hat Arias unter Naturschutz gestellt. Eine geniale Idee von Arias war es auch, die Naturparks des Landes zum Teil über eine 3,5 Prozent Ökosteuer auf Benzin zu finanzieren. Vorbildlich ist vor allem, dass Ziel als erster Staat bis 2021 CO2-neutral zu werden.

Quelle Bild: http://www.flickr.com/photos/96dpi/3715271471/

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